Wassergehalt DIN 18121

Der Wassergehalt einer Bodenprobe ist das Verhältnis der Masse des Wassers in der Bodenprobe zur Masse der trockenen Bodenprobe. Zur Bestimmung des Wassergehaltes wird zuerst die feuchte Bodenprobe gewogen. Danach wird die Bodenprobe solange bei einer Temperatur von 105° C getrocknet, bis sich das Gewicht der Probe nicht mehr verändert. Die Eigenschaften bindiger Böden werden stark vom Wassergehalt beeinflusst. Bindige Böden bestehen überwiegend aus einem Gemisch von Feinstbestandteilen (Ton und Schluff) und gröberen Fraktionen bis zur Korngröße des Sandes. Die Verdichtbarkeit bindiger Böden ist z. B. sehr stark vom Wassergehalt abhängig. Bei der Verdichtung werden die Bodenteilchen in eine dichtere Lagerung gebracht, wobei ein Teil der Luft oder des Wassers aus den Poren des Bodens gepresst wird. Bei bindigen Böden lässt sich Wasser jedoch nur sehr schwer aus den Bodenporen pressen, was dazu führt, dass sich der Boden praktisch nicht verdichten lässt. Bei wassergesättigten Böden findet eine Verdichtung bzw. eine Verfestigung nur durch Konsolidation statt. Die Tragfähigkeit bindiger Böden steht in direktem Zusammenhang mit dem Wassergehalt des Bodens.
     
zurück