Angebotsbearbeitung

Probleme können für Baufirmen schon bei der Angebotsbearbeitung auftreten. Wenn ein Bodengutachten vorliegt, ist dieses vielleicht fachchinesisch und der Kalkulator weiß nicht, worauf es für ihn ankommt. Vielleicht ist das Gutachten auch nicht vollständig oder die Empfehlungen erscheinen überzogen. Oder es passt nicht zu den technischen Möglichkeiten, die dem Bieter zur Verfügung stehen. Dann kann es sinnvoll sein, gemeinsam mit einem geotechnischen Sachverständigen einen auf das Projekt bezogenen Sondervorschlag auszuarbeiten.
    
Oft kann nur damit ein Wettbewerbsvorteil erreicht werden. Vielleicht liegt auch kein Gutachten vor.
Dann ist es fraglich, ob der Ausschreibende im Leistungsverzeichnis überhaupt alle Risiken des Bodens ausreichend beschreiben und würdigen konnte.
Möglicherweise sind dann vorgesehene Maßnahmen zur Gründung, Wasserhaltung oder
Baugrubensicherung in der geplanten Form gar nicht ausführbar.
      
Immer ergibt sich die Frage: Wie ist der Aushubboden zu verwerten? Kann er vielleicht sogar verkauft werden oder entstehen (hohe) Entsorgungskosten? Werden mit dem Leitungsverzeichnis alle hierfür nötigen Daten geliefert?

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